Fahrraddemo in Frankfurt

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Datum/Zeit
Date(s) - 15/06/2019
13:00 - 16:00

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Wir fahren langsam und gemütlich, damit wir ein Verbund bleiben.

Route: Kaiserstraße, Glauburgbunker, Baustelle ‚Marienhospital‘ der Instone AG, Grüne Lunge (Wetteraustr. 41).

Stadtentwicklung in Frankfurt 2019: Eine effektive Klimapolitik findet nicht statt und der Mietenwahnsinn geht weiter. Auf dem 16 Hektar großen wilden Gartengelände Grünen Lunge im Norden von Frankfurt mit seiner besonders großen Artenvielfalt und mehreren tausend Bäumen sollen die „Günthersburghöfe“ gebaut werden.

Während das globale Klimachaos und das globale Artensterben sich mit rasender Geschwindigkeit verschärfen, wird in Frankfurt fossilistische Stadtentwicklung des 20. Jhr. Betrieben: Autoparkplätze (ca. 1300), Beton, Gasheizungen.

Wohnraum für alle statt Profite für Finanzinvestoren!
Der Hauptinvestor ist die Instone AG. Ihr Geschäftsmodell lautet maximaler Profit mit Luxuswohnungen statt bezahlbarem Wohnraum für eine Stadt für alle.

Die Mietenexplosion in Frankfurt wird so weiter angeheizt. Die Instone AG ist im Besitz globaler Finanzinvestoren und Banken wie Fidelity, Capital, DWS, Amundi und Goldman Sachs.

Es ist höchste Zeit: Trotz vieler Proteste plant die Stadtregierung aus CDU, SPD und Grünen im Herbst das so durchboxen. Dann sollen bald die Kettensägen kommen, die Autostellplätze gebaut und die Luxusappartments von bis zu 2,5 Mio. Euro an Reiche und Investoren vermarktet werden.

Bäume und zahlreiche Tierarten weg, Frischluftschneise für kühlende Nord-Ost-Winde zugebaut, mehr Autoverkehr und CO2, mehr Preistreiberei durch Luxusneubaumieten und schlaflose nächste für viele Frankfurter angesichts der immer weiter steigenden Mieten. Und währenddessen warten wir in Hessen und Frankfurt noch immer auf effektive Maßnahmen gegen spekulativen Leerstand …
Fahrräder statt Autos! Bäume statt Beton!

Angesichts der Klimakrise ist ein neuer Städtebau des 21. Jh. nötig! Bei bereits 475.000 Autos in Frankfurt ist alles jenseits von 0,1 Autostellplatz pro Wohnung zu viel. Und mehr Autos auf der Friedberger Landstraße sowieso. Die Energieversorgung muss zu 100% erneuerbar sein; z.B. in den Niederlanden sind Gasheizungen bei Neubauten ab 2021 nicht mehr erlaubt. Natürlich soll in Grünen Lunge von der klassisch mit Stahl-Beton gebaut werden: Der Bund Deutscher Architekten fordert ein Bauen jenseits von Stahlbeton hin zu CO2-neutralen oder -bindenden Baustoffen, vor allem Holz und andere nachwachsende Rohstoffe. Denn 8% aller CO2-Emissionen werden durch Betonherstellung verursacht (zum Vergleich: der globale Flugverkehr ist für 5% verantwortlich).

Bezahlbarer Wohnraum ist in Frankfurt bitter nötig. Öffentlich geförderter, bezahlbarer Wohnraum könnte auf den bereits versiegelten Randflächen der Grünen Lunge entstehen – in ökologischer plausibler Bauweise.
Bezahlbarer Wohnraum und dringender Klimaschutz lassen sich vereinbaren. Allerdings nicht mit einer finanzmarktgetriebenen auto-orientierten/fossilistischen Stadtentwicklung.

Deshalb am Samstag,15.6.: Grüne Lunge bleibt! Klimakollaps und Mietenwahnsinn stoppen! No Instone!

Climate Justice Frankfurt/Rhein-Main und Bündnis gegen Privatisierung in Frankfurt